PATIENTEN FRAGEN ...

1. Wie viele Röntgenstrahlen bekomme ich bei einer Lungenaufnahme?

Versucht man einen Vergleich zum Alltag herzustellen, entspricht die Strahlendosis durch die Röntgenaufnahme einem Flug nach New York.

Grundsätzlich gilt immer:
eine Röntgenaufnahme sollte streng indiziert sein d.h. sie sollte von einem Arzt verordnet sein, der aus dem Röntgenbefund die Therapie ableitet.
 
Da eine Konsequenz aus dieser Untersuchung gezogen werden soll, ist der Nutzen deutlich höher als der Schaden einer solchen Röntgenuntersuchung.

2. Kann ich heute eine Lungen- bzw. Mammographieuntersuchung durchführen lassen, obwohl gestern meine Zähne geröntgt wurden?

Wie alle Röntgenuntersuchungen wird auch diese aus medizinischer Notwendigkeit heraus durchgeführt, um eine Therapie entsprechend dem Befund einzuleiten oder abzuändern. Offensichtlich sind bei Ihnen beide Untersuchungen im Moment notwendig. Die Röntgenstrahlen "wirken" bei der heutigen Technik nur dort, wo sie hingerichtet sind. Die sog. Streustrahlendosis ist verhältnismäßig klein. Eine Lungen- bzw. Mammographieuntersuchung kann also trotz Röntgenuntersuchung beim Zahnarzt durchgeführt werden.

3. Welche Methode eignet sich zur Beurteilung der Arthritis?

Um zu beurteilen, ob eine rheumatoide Ersterkrankung vorliegt, werden die entsprechenden Blutwerte bestimmt. Röntgen der Gelenke ist dann erforderlich, wenn ein bestimmtes Gelenk betroffen ist und man beurteilen will, ob der Knochen beteiligt ist. Knochenszintigraphie bewertet die Aktivität der Entzündung, sowohl in den Weichteilen als auch in den Gelenken. MRT (= Kernspintomographie) ist oft zur Beurteilung der Umgebung, des Bandapparates und der entzündlichen Veränderungen innerhalb des Gelenkes hilfreich.

4. Was ist eine Knochendichtemessung?

Die Knochendichtemessung ist die Bestimmung des Mineralsalzgehaltes im Knochen.
Bei vermindertem Kalksalzgehalt besteht eine erhöhte Knochenbruchgefahr.
Bei allen Menschen nimmt der Kalksalzgehalt mit zunehmendem Alter ab, bei Frauen mehr als bei Männern.

Viele Erkrankungen und deren Therapie bewirken ebenfalls eine Kalksalzminderung.

5. Warum kann ich das "Mamma-Screening" nicht in Ihrer Praxis machen lassen?

Der Gesetzgeber hat das Mamma-Screening zur Früherkennung von Brustkrebs nach dem Vorbild der Holländer eingeführt. Danach dürfen nur spezielle Zentren diese Untersuchung durchführen. Die Zentren müssen bestimmte sachliche und fachliche Voraussetzungen erfüllen und sollen die Mammographie im Sinne einer Röntgenreihenuntersuchung durchführen (kein Arzt-Patienten-Kontakt). Wenn allerdings ein Tastbefund vorliegt, also ein konkreter Verdacht besteht, wird die Mammographie nach wie vor von uns durchgeführt. Wenn ihr Frauenarzt es für medizinisch notwendig hält, dass bei Ihnen eine Mammographie mit Tastbefund und ggf. eine Sonographie (= Ultraschalluntersuchung) durchgeführt werden sollte, wird er Sie weiterhin zu uns schicken. Allerdings bestehen in unserer Praxis die gleichen technischen und fachlichen Voraussetzungen und Qualifikationen, wie Sie einer jährlich aktualisierten Zertifizierungsurkunde entnehmen können. Wie die Screening-Ärzte müssen auch die Ärzte unserer Praxis sich zweijährlich einer Überprüfung ihrer Mammographie-Qualifikation bei der Kassenärztlichen Vereinigung unterziehen.

6. Welche Methode eignet sich zur Beurteilung der Arhritis?

Um zu beurteilen, ob eine rheumatoide Ersterkrankung vorliegt, werden die entsprechenden Blutwerte bestimmt.

Röntgen der Gelenke ist dann erforderlich, wenn ein bestimmtes Gelenk betroffen ist und man beurteilen will, ob der Knochen beteiligt ist.

Knochenszintigraphie bewertet die Aktivität der Entzündung, sowohl in den Weichteilen als auch in den Gelenken.

MRT (= Kernspintomographie) ist oft zur Beurteilung der Umgebung, des Bandapparates und der entzündlichen Veränderungen innerhalb des Gelenkes hilfreich.


7. Welche Alternativen gibt es zur Mammographie?

3 Methoden haben sich in der Brustdiagnostik bewährt:

a. Ultraschall (= Mamma-Sonographie)
Eine Ultraschalluntersuchung ist eine Untersuchung ohne Röntgenstrahlung. Sie ist hervorragend bei jungen Frauen geeignet und ausgezeichnet zur Zystendiagnostik. Sie wird oft als Orientierung und/oder Ergänzung in der Tumordiagnostik eingesetzt. Eine Ultraschalluntersuchung ist nicht geeignet, um Mikroverkalkung (in der Brust) zu erkennen, die im Sinne von Vorläufern von Brustkrebs zu werten sind. Auch im hohen Alter, wenn sich Drüsengewebe im Wesentlichen zurückgebildet hat und durch Fettgewebe ersetzt ist, wird eine solche Untersuchung nicht mehr durchgeführt.

Ultraschall ist nur begrenzt verwertbar bei großen, fettreichen Brüsten.

b. Mammographie (= Röntgen der Brust)
Dies ist die älteste Methode in der Brustdiagnostik, die in den letzten Jahren durch technische Verbesserungen  und Digitalisierung perfektioniert wurde. Diese Untersuchung ist die Standarduntersuchung für das "Screening" (Röntgenreihenuntersuchung) der Brust alle 2 Jahre bei Frauen zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr; sie ist ideal zur Früherkennung von bösartigen Tumoren. Die Mammographie ist die Untersuchung mit der höchsten Aussagekraft bei Frauen über 40. Bei jungen Frauen kann in dem sehr dichten Drüsengewebe (alters-entsprechend normal!) nicht immer das Gewebe eindeutig differenziert werden, hier ist dann ggf. eine weiterführende Diagnostik mittels Ultraschall oder MRT notwendig.

c. Mamma-MRT (MRT der Brust)
Diese Untersuchung ist sehr aufwendig, teuer und zeitintensiv. Sie ist jedoch hervorragend geeignet, um weitere Herde bei Mamma-Carcinom auszuschließen und zur eindeutigen Beurteilung der Tumorausdehnung. Ein Mamma-MRT ist hilfreich bei sehr dichtem Drüsengewebe (ACR III - IV) und bei familiärer Belastung. Sie ist dagegen nicht geeignet, Mikrokalzifikationen zu erkennen.

Frauen, die einen Herzschrittmacher haben, können sich dieser Untersuchung nicht unterziehen.

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